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Peking Suppe: Authentisches Rezept für zu Hause Einfach & lecker

Holger Betz.

26. August 2025

Peking Suppe: Authentisches Rezept für zu Hause Einfach & lecker

Inhaltsverzeichnis

Die Peking-Suppe ist ein wahrer Klassiker, der in keinem chinesischen Restaurant fehlen darf. Doch wussten Sie, dass Sie diesen süß-sauren und leicht scharfen Genuss ganz einfach zu Hause nachkochen können? Dieses Rezept verrät Ihnen, wie Sie mit wenigen Handgriffen eine authentische Peking-Suppe zaubern, die Ihre Gäste begeistern wird.

  • Die Balance aus Essig (sauer) und Pfeffer/Chili (scharf) ist entscheidend für den charakteristischen Geschmack.
  • Authentizität wird durch die Verwendung von Chinkiang-Essig und Mu-Err-Pilzen maßgeblich beeinflusst.
  • Typische Einlagen umfassen Hühnerbrust, Bambussprossen, Shiitake-Pilze und die charakteristischen Eierflocken.
  • Vegetarische und vegane Anpassungen sind einfach umsetzbar, z.B. durch Tofu und Gemüsebrühe.
  • Die sämige Konsistenz wird durch Speisestärke erreicht, die korrekt angerührt werden muss.
  • Regelmäßiges Abschmecken während des Kochens ist der Schlüssel zur idealen Geschmacksbalance.

Peking-Suppe wie im Restaurant? Mit diesem Rezept gelingt der Klassiker zu Hause

Die Peking-Suppe hat sich in den Restaurants hierzulande längst zu einem Favoriten entwickelt. Ihre Beliebtheit verdankt sie nicht nur ihrem einzigartigen Geschmack, sondern auch der Tatsache, dass sie sich hervorragend als wärmende Vorspeise oder sogar als leichte Hauptmahlzeit eignet. Das Geheimnis liegt in der perfekten Harmonie der Aromen, die wir nun gemeinsam entschlüsseln werden.

Warum diese Suppe mehr ist als nur eine Vorspeise

Peking-Suppe ist weit mehr als nur eine einfache Brühe. Sie ist ein kulinarisches Erlebnis, das die Sinne belebt. Die Kombination aus würziger Brühe, knackigen Einlagen und der unverwechselbaren süß-scharfen Note macht sie zu einem Gericht, das man nicht so schnell vergisst. Ob als Auftakt zu einem festlichen Menü oder als wohltuende Mahlzeit an einem kühlen Abend diese Suppe ist immer eine gute Wahl.

Das Geheimnis des perfekten Geschmacks: Sauer, scharf und Umami in Balance

Der Schlüssel zu einer wirklich authentischen Peking-Suppe liegt in der meisterhaften Balance dreier Geschmackskomponenten: der erfrischenden Säure des Essigs, der angenehmen Schärfe von Pfeffer oder Chili und dem tiefen Umami-Geschmack, der von Pilzen und einer guten Brühe herrührt. Wenn diese Elemente harmonisch zusammenspielen, entsteht das unverkennbare Aroma, das diese Suppe so besonders macht. Es ist ein Tanz der Aromen auf der Zunge, der süchtig macht.

Zutaten für Peking Suppe

Die Zutatenliste für den authentischen Geschmack: Was Sie wirklich brauchen

  • Basis:
    • 1,5 Liter Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe für eine vegetarische Variante)
  • Säure & Schärfe:
    • 3-4 Esslöffel dunkler chinesischer Reisessig (Chinkiang-Essig)
    • 1-2 Teelöffel weißer Pfeffer (frisch gemahlen)
    • Optional: 1 Teelöffel Sambal Oelek oder Chiliöl für zusätzliche Schärfe
  • Einlagen:
    • 150g Hähnchenbrustfilet (in feine Streifen geschnitten)
    • 50g getrocknete Mu-Err-Pilze (Judasohr), eingeweicht und in Streifen geschnitten
    • 50g frische Shiitake-Pilze (oder getrocknete, eingeweicht), in Scheiben geschnitten
    • 50g Bambussprossen aus der Dose, abgetropft und in feine Streifen geschnitten
    • 1-2 Eier, verquirlt
  • Bindung & Textur:
    • 2-3 Esslöffel Speisestärke
    • 4-5 Esslöffel kaltes Wasser
  • Zum Abschmecken:
    • 1 Teelöffel Zucker
    • Salz nach Geschmack
    • Optional: Ein paar Tropfen Sesamöl zum Verfeinern

Die Basis: Welche Brühe ist die richtige?

Für eine klassische Peking-Suppe greife ich am liebsten zu einer kräftigen Hühnerbrühe. Sie liefert eine wunderbare geschmackliche Tiefe. Wenn Sie jedoch eine vegetarische Variante bevorzugen, tut es eine gute Gemüsebrühe genauso gut. Fertige Brühe aus dem Supermarkt ist eine praktische Option für den schnellen Feierabend, aber selbstgemacht schmeckt es natürlich immer am besten.

Für die Säure: Warum Chinkiang-Essig den Unterschied macht (und welche Alternativen funktionieren)

Der dunkle chinesische Reisessig, auch Chinkiang-Essig genannt, ist das Herzstück der Peking-Suppe. Sein komplexes, leicht malziges Aroma ist unverzichtbar für den authentischen Geschmack. Wenn Sie ihn nicht finden können, können Sie auf hellen Reisessig zurückgreifen, der ist aber milder. Eine Mischung aus hellem Reisessig und einem Hauch Balsamico kann eine Notlösung sein, aber der authentische Kick fehlt dann doch ein wenig.

Die klassische Einlage: Hähnchen, Pilze und Bambus

  • Hähnchenbrust: Fein geschnitten und zart gegart, sorgt sie für eine angenehme Proteinkomponente.
  • Mu-Err-Pilze: Diese getrockneten Pilze quellen beim Einweichen auf und entwickeln eine leicht zähe, knackige Textur, die einen tollen Kontrast bildet.
  • Shiitake-Pilze: Sie bringen ein intensives Umami-Aroma mit und eine fleischige Konsistenz.
  • Bambussprossen: Ihre feine, knackige Textur und ihr mildes Aroma runden die Einlagen ab.

Die vegetarische Alternative: So ersetzen Sie Fleisch und Ei clever

Für eine vegetarische Peking-Suppe tausche ich das Hähnchen einfach gegen gewürfelten Tofu oder eine zusätzliche Portion Pilze aus. Eine kräftige Gemüsebrühe bildet dann die perfekte Basis. Wenn Sie die Suppe vegan zubereiten möchten, lassen Sie das Ei einfach weg. Wer nicht auf die optische Ähnlichkeit der Eierflocken verzichten möchte, kann stattdessen etwas pürierten Seidentofu vorsichtig unterrühren das Ergebnis ist überraschend ähnlich!

Peking Suppe kochen Schritt für Schritt

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So kochen Sie die perfekte Peking-Suppe

  1. Vorbereitung ist alles: Gemüse und Fleisch richtig schneiden

    Schneiden Sie die Hähnchenbrust, die eingeweichten Mu-Err-Pilze, die Shiitake-Pilze und die Bambussprossen in feine, mundgerechte Streifen. Je feiner die Streifen, desto besser verteilen sich die Zutaten in der Suppe.

  2. Das Anbraten: So entfalten sich die Aromen

    Erhitzen Sie einen Esslöffel Öl in einem Topf oder Wok bei mittlerer Hitze. Braten Sie die Hähnchenbruststreifen kurz an, bis sie gerade nicht mehr rosa sind. Nehmen Sie sie heraus und stellen Sie sie beiseite. Geben Sie dann die Pilze und Bambussprossen in den Topf und braten Sie sie für 1-2 Minuten an, um ihre Aromen freizusetzen.

  3. Die richtige Reihenfolge: Wann kommen Brühe, Essig und Gewürze hinzu?

    1. Gießen Sie die Hühner- oder Gemüsebrühe in den Topf. Bringen Sie die Flüssigkeit zum Kochen.
    2. Geben Sie die angebratenen Hähnchenstreifen zurück in die Suppe.
    3. Fügen Sie den Chinkiang-Essig und den Zucker hinzu.
    4. Würzen Sie mit frisch gemahlenem weißem Pfeffer und Salz nach Geschmack.
    5. Wenn Sie möchten, geben Sie jetzt auch Sambal Oelek oder Chiliöl hinzu.
    6. Lassen Sie die Suppe für etwa 5 Minuten leicht köcheln, damit sich die Aromen verbinden können.
  4. Das Finish: So gelingen die perfekten Eierflocken

    Rühren Sie die Speisestärke mit dem kalten Wasser glatt an, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Gießen Sie diese Mischung langsam unter ständigem Rühren in die kochende Suppe, bis sie leicht andickt. Nun nehmen Sie den Topf vom Herd. Verquirlen Sie die Eier in einer kleinen Schüssel. Gießen Sie die verquirlten Eier langsam in einem dünnen Strahl unter Rühren in die heiße Suppe. Die Hitze der Suppe gart das Ei zu feinen Flocken. Zum Schluss können Sie noch ein paar Tropfen Sesamöl hinzufügen.

Häufige Fehler vermeiden: So wird Ihre Suppe garantiert nicht fad oder zu sauer

Auch wenn die Zubereitung der Peking-Suppe nicht kompliziert ist, gibt es doch ein paar Stolpersteine, die man leicht umgehen kann, wenn man sie kennt. Ich zeige Ihnen, worauf Sie achten sollten, damit Ihre Suppe jedes Mal perfekt gelingt.

Fehler #1: Die falsche Balance Richtiges Abschmecken als Schlüssel zum Erfolg

Die größte Herausforderung bei der Peking-Suppe ist zweifellos die Balance zwischen süß, sauer und scharf. Mein Tipp: Fügen Sie Essig, Zucker und Schärfe immer nur nach und nach hinzu. Probieren Sie zwischendurch immer wieder und passen Sie die Mengen an Ihren persönlichen Geschmack an. So vermeiden Sie, dass die Suppe am Ende zu sauer oder zu scharf wird.

Fehler #2: Klumpige Bindung Speisestärke korrekt anrühren und verwenden

Nichts ist ärgerlicher als eine Suppe mit Klumpen. Um das zu vermeiden, ist das richtige Anrühren der Speisestärke entscheidend. Mischen Sie die Speisestärke immer mit kaltem Wasser, bis eine glatte Paste entsteht. Erst dann geben Sie diese Mischung langsam unter ständigem Rühren in die heiße, kochende Suppe. So wird die Bindung gleichmäßig und klümpchenfrei.

Fehler #3: Falsche Pilze Der Unterschied zwischen Mu-Err und Shiitake

Obwohl beide Pilze in der Peking-Suppe Verwendung finden, bringen sie unterschiedliche Qualitäten mit. Mu-Err-Pilze (Judasohr) sind nach dem Einweichen eher zäh und knackig, was einen interessanten Biss gibt. Shiitake-Pilze hingegen sind fleischiger und bringen ein intensiveres Umami-Aroma. Beide sind wichtig für die Komplexität des Geschmacks und die Texturvielfalt der Suppe.

Variationen und Veredelungen: Machen Sie das Rezept zu Ihrem eigenen

Die Grundrezeptur der Peking-Suppe ist fantastisch, aber das Schöne am Kochen ist ja, dass man sie immer wieder neu interpretieren kann. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und passen Sie die Suppe an Ihre persönlichen Vorlieben an!

Für mehr Schärfe: Chiliöl, Sambal Oelek oder frischer Ingwer?

  • Chiliöl: Verleiht eine angenehme, aromatische Schärfe und eine leichte Röstnote.
  • Sambal Oelek: Bietet eine direktere, schärfere Chili-Note.
  • Frischer Ingwer: Fein gerieben oder gehackt, fügt er eine frische, würzige Schärfe hinzu, die wunderbar mit den anderen Aromen harmoniert.

Mehr Gemüse: Welche Zutaten passen noch in die Suppe?

  • Karotten: In feine Streifen geschnitten, bringen sie Farbe und eine leichte Süße.
  • Frühlingszwiebeln: Sowohl der weiße als auch der grüne Teil passen gut, der grüne Teil eignet sich hervorragend zum Garnieren.
  • Pak Choi oder Spinat: Kurz vor dem Servieren untergerührt, fügen sie Frische und zusätzliche Nährstoffe hinzu.
  • Paprikastreifen: Besonders rote Paprika sorgt für Farbe und eine leichte Süße.

Die schnelle 20-Minuten-Version für den Feierabend

Wenn es mal schnell gehen muss, greife ich gerne auf fertige Hühnerbrühe zurück und verwende bereits geschnittene Bambussprossen und Pilze aus dem Asialaden. Das spart schon eine Menge Zeit bei der Vorbereitung. Auch das Vorkochen von Hähnchenbruststreifen am Vortag kann die Zubereitungszeit am Abend erheblich verkürzen. So steht einer leckeren Peking-Suppe auch unter der Woche nichts im Wege.

Lesen Sie auch: Sauer-Scharf-Suppe: Authentisches Rezept & Tipps für Restaurant-Geschmack

Serviervorschlag und Haltbarkeit: So genießen Sie Ihre Peking-Suppe am besten

Eine frisch zubereitete Peking-Suppe ist ein Genuss für sich, aber mit den richtigen Beilagen wird das Essen zu einem kleinen Festmahl. Und keine Sorge, wenn mal etwas übrig bleibt die Suppe lässt sich auch gut aufbewahren.

Was passt dazu? Von Krabbenchips bis zu Frühlingsrollen

  • Krabbenchips: Der knusprige Klassiker, der in keinem chinesischen Restaurant fehlt.
  • Frühlingsrollen: Ob vegetarisch oder mit Fleisch gefüllt, sie sind eine tolle Ergänzung.
  • Reis: Eine kleine Portion gedämpfter Reis kann die Suppe ergänzen, wenn sie als Hauptgericht serviert wird.
  • Gyoza oder Teigtaschen: Eine weitere leckere Option für Liebhaber asiatischer Vorspeisen.

Kann man Peking-Suppe aufwärmen und einfrieren?

Ja, Peking-Suppe lässt sich gut aufwärmen. Bewahren Sie sie im Kühlschrank auf, wo sie sich gut 2-3 Tage hält. Bedenken Sie, dass die Suppe durch die Speisestärke beim Abkühlen nachdicken kann. Beim Aufwärmen einfach etwas Wasser oder Brühe hinzufügen, um die gewünschte Konsistenz wiederherzustellen. Einfrieren ist ebenfalls möglich, allerdings kann sich die Textur der Pilze und der Bindung durch das Auftauen leicht verändern. Am besten schmeckt sie aber frisch.

Häufig gestellte Fragen

Die Peking-Suppe besticht durch ihre einzigartige Balance aus süßen, sauren und scharfen Aromen. Ihre sämige Konsistenz und die vielfältigen Einlagen machen sie zu einem wärmenden Genuss.

Für den authentischen Geschmack ist dunkler chinesischer Reisessig (Chinkiang-Essig) ideal. Helle Reisessig-Varianten sind eine Alternative, verändern aber das Aroma leicht.

Ja, ganz einfach! Ersetzen Sie Hähnchen durch Tofu oder mehr Pilze und verwenden Sie Gemüsebrühe. Das Ei kann weggelassen oder durch Seidentofu-Püree ersetzt werden.

Rühren Sie die Speisestärke immer mit kaltem Wasser zu einer glatten Paste an. Geben Sie diese dann langsam unter ständigem Rühren in die kochende Suppe.

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Autor Holger Betz
Holger Betz
Ich bin Holger Betz und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit Kulinarik. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Trends und Entwicklungen in der Gastronomie analysiert und dokumentiert. Mein Fokus liegt auf der Erforschung regionaler Küchen sowie der Verbindung von Tradition und Innovation in der Lebensmittelbranche. Ich strebe danach, komplexe gastronomische Themen verständlich zu machen und objektive Analysen zu liefern, die auf fundierten Recherchen basieren. Mein Ziel ist es, meinen Lesern stets aktuelle und verlässliche Informationen zu bieten, damit sie die vielfältigen Facetten der Kulinarik entdecken und genießen können.

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