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Asiatische Suppen: Einfache Rezepte & Tipps für Ramen, Pho & Co.

Holger Betz.

1. Oktober 2025

Asiatische Suppen: Einfache Rezepte & Tipps für Ramen, Pho & Co.

Dieser Artikel taucht tief in die Welt der asiatischen Suppen ein und bietet Ihnen detaillierte Rezepte, wertvolle Tipps zu Zutaten und Zubereitung, um authentische Geschmackserlebnisse direkt in Ihrer Küche zu zaubern. Entdecken Sie, wie Sie beliebte Klassiker wie Ramen, Pho und Tom Yum meistern und warum diese wärmenden Gerichte mehr als nur eine Mahlzeit sind.

Authentische asiatische Suppen selbst kochen Ihre Anleitung für Ramen, Pho und Tom Yum.

  • Entdecken Sie beliebte Suppen wie Ramen, Pho, Tom Yum, Tom Kha und Kimchi Jjigae, die in Deutschland besonders geschätzt werden.
  • Lernen Sie die wichtigsten Basiszutaten wie Ingwer, Sojasauce, Fischsauce und Kokosmilch kennen, die den unverwechselbaren Geschmack ausmachen.
  • Nutzen Sie Trendzutaten wie Miso-Paste, Gochujang und Kimchi, um Ihren Suppen Tiefe und Authentizität zu verleihen.
  • Erfahren Sie, wie Sie nahrhafte und gesunde Suppen von Grund auf zubereiten, mit Fokus auf frische Kräuter und lange gekochte Brühen.
  • Gestalten Sie Ihre Suppen individuell mit verschiedenen Toppings und passen Sie den Schärfegrad nach Ihrem Geschmack an.

Asiatische Suppen: Mehr als nur eine Mahlzeit

Asiatische Suppen sind für mich persönlich das ultimative Comfort Food. Es ist dieses Gefühl von Wärme und Geborgenheit, das sich beim ersten Löffel einstellt. Sie sind aber weit mehr als nur eine sättigende Mahlzeit; sie sind ein Erlebnis, das Körper und Seele nährt. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit greifen sie den aktuellen Wellness-Trend perfekt auf: Mit ihren frischen Zutaten, aromatischen Kräutern und oft lang gekochten Brühen sind sie nicht nur köstlich, sondern auch unglaublich nahrhaft und gesund. Es ist die bewusste Zubereitung und das Genießen, das über die reine Nahrungsaufnahme hinausgeht und uns ein Stück kulinarische Kultur näherbringt.

Die Vielfalt asiatischer Suppen ist schlichtweg beeindruckend. Jedes Land hat seine eigenen Spezialitäten, die eine einzigartige Geschichte erzählen. Nehmen wir zum Beispiel Japan mit seinen vielseitigen Ramen-Variationen, die von herzhaften Fleischbrühen bis zu leichten Fischbrühen reichen. Oder Vietnam, dessen Nationalgericht Pho mit seiner klaren, aromatischen Brühe und frischen Kräutern begeistert. Thailand lockt mit den scharf-sauren Noten der Tom Yum Gung und der cremigen Milde der Tom Kha Gai. China steuert die zarten Wan-Tan-Suppen bei, während Korea mit dem feurigen Kimchi Jjigae einen wachsenden Fankreis gewinnt. Jede dieser Suppen ist ein kulinarisches Meisterwerk für sich, das ich Ihnen heute näherbringen möchte.

Asiatische Suppenzutaten Übersicht

Die Seele jeder asiatischen Suppe: Geschmacksgrundlagen meistern

Wenn ich über asiatische Suppen spreche, dann ist die Brühe für mich immer die absolute Seele der Suppe. Eine wirklich gute Suppe steht und fällt mit ihrer Basis. Das Geheimnis liegt oft in der Zeit und Geduld, die man investiert. Selbstgemachte Brühen, die über viele Stunden gekocht werden, entfalten eine Tiefe und Komplexität, die fertige Produkte niemals erreichen können. Ob aus Knochen, Gemüse oder einer Kombination eine reichhaltige, aromatische Brühe ist der Schlüssel zu einem authentischen Geschmackserlebnis.

  • Ingwer: Verleiht eine würzige Schärfe und Frische, oft als Basis in Brühen oder als feine Würze.
  • Knoblauch: Ein unverzichtbarer Geschmacksgeber, der in fast jeder herzhaften Suppe zu finden ist.
  • Chili: Für die gewünschte Schärfe, frisch, getrocknet oder als Paste verwendet.
  • Sojasauce: Bringt Umami und Salzigkeit, ein Grundpfeiler der asiatischen Küche.
  • Fischsauce: Sorgt für eine salzige, umami-reiche Tiefe, besonders in der südostasiatischen Küche.
  • Sesamöl: Wird oft zum Abschmecken oder als Aromaöl vor dem Servieren verwendet.
  • Limetten: Verleihen eine unverzichtbare Säure und Frische, besonders in thailändischen und vietnamesischen Suppen.
  • Koriander: Frische Kräuter sind essenziell, Koriander ist ein Klassiker für Garnituren.
  • Sternanis & Zimtstangen: Diese Gewürze sind entscheidend für die charakteristische Aromatik von Pho-Brühen.
  • Kokosmilch: Für cremige Suppen wie Tom Kha Gai, verleiht sie Süße und Fülle.
  • Zitronengras: Verleiht eine zitrusartige, frische Note, oft in thailändischen Suppen.
  • Galgant: Ähnlich wie Ingwer, aber mit einem schärferen, blumigeren Aroma, ein Muss für Tom Yum und Tom Kha.

Die Wahl der Nudeln ist ebenfalls entscheidend für das Suppenerlebnis. Für eine authentische Ramen greife ich gerne zu den dicken, weichen Udon-Nudeln oder den dünneren, leicht elastischen Ramen-Nudeln. Für Pho sind Reisnudeln in verschiedenen Breiten die erste Wahl, während Soba-Nudeln aus Buchweizen eine wunderbare Ergänzung für japanische Brühen sind. Neben den Nudeln sind die Einlagen das Herzstück: Frisches Gemüse wie Pak Choi, Pilze (besonders Shiitake für ihren Umami-Geschmack) und Sprossen sind unverzichtbar. Und da der Trend zu veganen und vegetarischen Varianten immer stärker wird, sind Tofu und Edamame hervorragende Proteinquellen, die den Geschmack der Suppe wunderbar aufnehmen.

Authentische Miso Ramen Schüssel

Ramen-Rezepte für zu Hause: Der unangefochtene Star

Cremige Miso-Ramen

Eine cremige Miso-Ramen ist für mich der Inbegriff von Wohlbefinden. Die Tiefe der Brühe, kombiniert mit der salzigen Umami-Note der Miso-Paste, ist einfach unwiderstehlich.

Zutaten:

  • 1,5 Liter Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 2 EL helle Miso-Paste
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Sesamöl
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm), gerieben
  • 200 g Ramen-Nudeln
  • 200 g Schweinebauch (Chashu) oder Tofu, in Scheiben
  • 2 weich gekochte Eier, halbiert
  • 2 Blätter Nori, in Streifen geschnitten
  • Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • Maiskörner und Bambussprossen (optional)

Zubereitungsschritte:

  1. Die Brühe in einem Topf erhitzen. Knoblauch und Ingwer hinzufügen und kurz köcheln lassen.
  2. Miso-Paste, Sojasauce und Sesamöl in einer kleinen Schüssel verrühren, dann in die heiße Brühe einrühren, bis alles gut vermischt ist. Nicht mehr kochen lassen, um die Aromen der Miso-Paste zu erhalten.
  3. Ramen-Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen und auf zwei Schüsseln verteilen.
  4. Die heiße Brühe über die Nudeln gießen.
  5. Mit Schweinebauch/Tofu, halbierten Eiern, Nori, Frühlingszwiebeln, Mais und Bambussprossen garnieren. Sofort servieren.

Würzige Chili-Tantanmen

Wer es gerne scharf mag, wird Tantanmen lieben. Die Kombination aus würziger Brühe und der pikanten Einlage ist ein echtes Geschmackserlebnis.

Zutaten:

  • 1,5 Liter Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 200 g Hackfleisch (Schwein oder Rind) oder fester Tofu, zerbröselt
  • 2 EL Gochujang (koreanische Chilipaste) oder Doubanjiang (chinesische Bohnenpaste)
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Reiswein (Mirin oder Shaoxing)
  • 1 TL Szechuan-Pfeffer, gemahlen (optional)
  • 1 EL Erdnussbutter
  • 1 EL Sesamöl
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm), gerieben
  • 200 g Ramen-Nudeln
  • Pak Choi oder Spinat, blanchiert
  • Frühlingszwiebeln, in Ringen
  • Chiliöl zum Beträufeln

Zubereitungsschritte:

  1. Hackfleisch/Tofu in einer Pfanne anbraten, bis es krümelig ist. Knoblauch und Ingwer hinzufügen und kurz mitbraten.
  2. Gochujang/Doubanjiang, Sojasauce und Reiswein hinzufügen und gut verrühren. Kurz köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Beiseite stellen.
  3. In einem Topf die Brühe erhitzen. Erdnussbutter und Sesamöl einrühren, bis sie sich aufgelöst haben. Bei Bedarf Szechuan-Pfeffer hinzufügen.
  4. Ramen-Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen und auf zwei Schüsseln verteilen.
  5. Die heiße Brühe über die Nudeln gießen.
  6. Mit der würzigen Hackfleisch-/Tofu-Mischung, blanchiertem Pak Choi/Spinat und Frühlingszwiebeln garnieren. Mit Chiliöl beträufeln und sofort servieren.

Für eine reichhaltige vegane Ramen empfehle ich, eine kräftige Gemüsebrühe als Basis zu verwenden. Hier sind Pilze, insbesondere Shiitake, Ihre besten Freunde, da sie viel Umami beisteuern. Kombinieren Sie sie mit gebratenem Tofu oder Edamame als Proteinquelle. Ein Schuss Kokosmilch kann der Brühe zusätzliche Cremigkeit verleihen, und frische Kräuter wie Koriander runden das Geschmackserlebnis ab. Es ist erstaunlich, wie viel Tiefe man auch ohne tierische Produkte erzielen kann!

Vietnamesische Pho Bo Suppe

Vietnams Nationalgericht: Eine perfekte Pho Bo zubereiten

Die Zubereitung einer authentischen Pho Bo ist eine Kunst für sich, die vor allem Geduld erfordert. Die Brühe ist das Herzstück und muss über viele Stunden gekocht werden, um ihren charakteristischen, tiefen Geschmack zu entwickeln. Ich verspreche Ihnen, die Mühe lohnt sich!

Zubereitungsschritte für die Brühe:

  1. Knochen vorbereiten: 1-2 kg Rinderknochen (Markknochen, Gelenkknochen) gründlich waschen und für 10-15 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, um Verunreinigungen zu entfernen. Abgießen und kalt abspülen.
  2. Gewürze rösten: Eine große Zwiebel und ein Stück Ingwer (ca. 10 cm) halbieren und auf einer Herdplatte oder unter dem Grill rösten, bis sie leicht verkohlt und aromatisch sind. Etwa 5-6 Sternanis, 2-3 Zimtstangen, 1 TL Koriandersamen und 1 TL Fenchelsamen in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften.
  3. Brühe ansetzen: Die blanchierten Knochen, die geröstete Zwiebel und Ingwer sowie die gerösteten Gewürze in einen großen Topf geben. Mit ca. 4-5 Litern kaltem Wasser auffüllen.
  4. Köcheln lassen: Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und die Brühe für mindestens 6-8 Stunden (besser 10-12 Stunden) sanft köcheln lassen. Den entstehenden Schaum regelmäßig abschöpfen.
  5. Würzen: Nach der Kochzeit die Brühe durch ein feines Sieb passieren. Mit Fischsauce, etwas Zucker und Salz abschmecken. Die Brühe sollte klar und aromatisch sein.

Das Anrichten einer Pho Bo ist fast schon eine Zeremonie. In jede Schüssel kommen zuerst die gekochten Reisnudeln. Darauf lege ich hauchdünn geschnittenes rohes Rindfleisch (z.B. Roastbeef oder Filet), das in der heißen Brühe gar zieht. Der Schlüssel zum authentischen Geschmack sind die frischen Kräuter und Beilagen, die jeder Gast nach Belieben hinzufügt. Das ist die Personalisierung, die ich so schätze:

  • Frischer Koriander
  • Minze
  • Thai-Basilikum
  • Limetten- oder Zitronenspalten
  • Frische Chilis (geschnitten)
  • Sprossen
  • Hoisin-Sauce und Sriracha-Sauce (separat zum Dippen)

Thailands Aromenwunder: Tom Yum und Tom Kha selbst gemacht

Tom Yum Gung: Scharf und sauer

Tom Yum Gung ist eine meiner absoluten Lieblingssuppen, wenn ich einen echten Geschmackskick brauche. Sie ist die perfekte Balance aus Schärfe, Säure und Würze ein wahres Feuerwerk für die Sinne!

Zutaten:

  • 1 Liter Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 200 g Garnelen, geschält und entdarmt
  • 1 Stange Zitronengras, angedrückt und in 3-4 Stücke geschnitten
  • 1 Stück Galgant (ca. 3 cm), in Scheiben geschnitten
  • 3-4 Kaffirlimettenblätter, eingerissen
  • 2-3 kleine rote Chilis, gehackt (Menge nach Geschmack)
  • 2 EL Fischsauce
  • Saft von 1-2 Limetten
  • 1 EL Tom Yum Paste (optional, für intensiveren Geschmack)
  • 100 g Pilze (z.B. Strohpilze oder Austernpilze), halbiert
  • Frischer Koriander zum Garnieren

Zubereitungsschritte:

  1. Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenblätter hinzufügen und 5 Minuten köcheln lassen, damit die Aromen freigesetzt werden.
  2. Chilis und Pilze hinzufügen und weitere 2-3 Minuten köcheln lassen.
  3. Garnelen und Tom Yum Paste (falls verwendet) hinzufügen und kochen, bis die Garnelen gar und rosa sind (ca. 2-3 Minuten).
  4. Topf vom Herd nehmen. Fischsauce und Limettensaft einrühren.
  5. Mit frischem Koriander garnieren und sofort heiß servieren.

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Tom Kha Gai: Mild und cremig

Tom Kha Gai ist die sanftere, cremige Schwester der Tom Yum. Ihre Kokosmilchbasis macht sie unglaublich mild und wohltuend, aber nicht weniger aromatisch.

Zutaten:

  • 1 Liter Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • 200 g Hähnchenbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 1 Stange Zitronengras, angedrückt und in 3-4 Stücke geschnitten
  • 1 Stück Galgant (ca. 3 cm), in Scheiben geschnitten
  • 3-4 Kaffirlimettenblätter, eingerissen
  • 1-2 rote Chilis, gehackt (optional)
  • 2 EL Fischsauce
  • Saft von 1 Limette
  • 100 g Pilze (z.B. Strohpilze oder Austernpilze), halbiert
  • Frischer Koriander zum Garnieren

Zubereitungsschritte:

  1. Brühe und Kokosmilch in einem Topf erhitzen. Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenblätter hinzufügen und 5 Minuten köcheln lassen.
  2. Hähnchenstücke, Chilis (falls verwendet) und Pilze hinzufügen und kochen, bis das Hähnchen gar ist (ca. 5-7 Minuten).
  3. Topf vom Herd nehmen. Fischsauce und Limettensaft einrühren.
  4. Mit frischem Koriander garnieren und sofort heiß servieren.

Viele fragen mich: "Was ist der Unterschied zwischen Galgant und Ingwer?" Das ist eine gute Frage, denn optisch ähneln sie sich. Doch geschmacklich sind sie unterschiedlich. Ingwer hat eine scharfe, pfeffrige und leicht süßliche Note, während Galgant ein schärferes, zitronigeres und fast blumiges Aroma besitzt. Galgant ist in der thailändischen Küche unverzichtbar für Suppen wie Tom Yum und Tom Kha, während Ingwer vielseitiger in verschiedenen asiatischen Küchen eingesetzt wird. Man kann sie nicht eins zu eins ersetzen, wenn man den authentischen Geschmack erzielen möchte.

Entdecken Sie weitere asiatische Suppenklassiker

Neben den großen Stars gibt es noch viele andere asiatische Suppen, die es wert sind, entdeckt zu werden. Die chinesische Wan-Tan-Suppe ist für mich ein ultimatives Wohlfühl-Rezept. Stellen Sie sich zarte, mit Fleisch oder Garnelen gefüllte Teigtaschen vor, die in einer klaren, aromatischen Brühe schwimmen. Die Wan-Tans können Sie fertig kaufen oder selbst zubereiten einfach Hackfleisch mit Ingwer, Sojasauce und Frühlingszwiebeln mischen, in Wan-Tan-Blätter füllen und in der Brühe garen. Ein paar Pak Choi-Blätter und Frühlingszwiebeln dazu, und fertig ist ein Klassiker!

Ein weiterer Favorit, der in Deutschland immer populärer wird, ist das koreanische Kimchi Jjigae. Diese herzhafte, würzige Suppe hat einen feurigen Kick und ist perfekt für kalte Tage. Die Hauptgeschmacksträger sind hier fermentierter Kimchi und die scharfe Gochujang-Paste. Dazu kommen oft Schweinefleisch (oder Tofu für eine vegetarische Variante), Zwiebeln, Pilze und Frühlingszwiebeln. Alles wird zusammen in einem Tontopf gekocht und brodelnd serviert ein echtes Geschmackserlebnis, das man nicht vergisst.

Häufige Fehler beim Suppenkochen vermeiden

Auch als erfahrener Koch mache ich immer wieder die Erfahrung, dass kleine Details einen großen Unterschied machen. Hier sind einige typische Fehler, die Sie beim Zubereiten asiatischer Suppen vermeiden sollten:

  • Fad schmeckende Brühe: Das ist der häufigste Fehler. Eine gute Brühe braucht Zeit und die richtigen Zutaten. Rösten Sie Knochen und Gemüse vor dem Kochen an, lassen Sie die Brühe lange köcheln und scheuen Sie sich nicht, Umami-Booster wie Miso-Paste, Sojasauce oder getrocknete Shiitake-Pilze hinzuzufügen. Abschmecken, abschmecken, abschmecken!
  • Verkochte Nudeln oder Gemüse: Nudeln sollten al dente sein, und Gemüse sollte noch Biss haben. Kochen Sie Nudeln immer separat und geben Sie sie erst kurz vor dem Servieren in die Suppe. Gemüse wie Pak Choi oder Spinat braucht nur wenige Minuten in der heißen Brühe.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der oft unterschätzt wird, ist der richtige Umgang mit den Zutaten. Besonders bei Gemüse ist das Timing entscheidend. Ich empfehle, härteres Gemüse wie Karotten oder Brokkoli früher hinzuzufügen und weicheres Gemüse wie Spinat oder Pilze erst gegen Ende der Garzeit, um eine knackige Textur zu bewahren. Manchmal blanchiere ich empfindliches Gemüse sogar kurz separat und füge es erst beim Anrichten hinzu.

Viele fragen mich auch: "Wo kaufe ich spezielle asiatische Zutaten wie Zitronengras oder Galgant?" Meine klare Empfehlung ist immer der Asiamarkt. Dort finden Sie die größte Auswahl an frischen und authentischen Produkten. Achten Sie auf frische Ware, besonders bei Kräutern und Wurzeln. Wenn Sie keinen Asiamarkt in der Nähe haben, bieten größere Supermärkte mittlerweile auch eine gute Auswahl an Basiszutaten wie Sojasauce oder Kokosmilch. Für Galgant kann man im Notfall eine kleine Menge Ingwer verwenden, aber der Geschmack wird nicht ganz derselbe sein.

Ihr persönlicher Suppen-Baukasten: Eigene Rezepte kreieren

Das Schöne an asiatischen Suppen ist ihre unglaubliche Flexibilität. Ich ermutige Sie, über die Rezepte hinauszuwachsen und Ihren eigenen Suppen-Baukasten zu entwickeln. Experimentieren Sie mit verschiedenen Brühe-Basen: Eine klare Dashi-Brühe für japanische Noten, eine cremige Kokosmilch-Brühe für thailändische Vibes oder eine würzige Brühe mit Gochujang für koreanische Aromen. Kombinieren Sie Ihre Lieblingszutaten und finden Sie Ihr ganz persönliches Geschmacksprofil. Es gibt keine festen Regeln, nur köstliche Möglichkeiten!

Und vergessen Sie nicht die Toppings! Sie sind der Schlüssel zur Personalisierung und können eine Suppe von gut zu außergewöhnlich machen. Hier sind einige meiner Favoriten, die auf keiner asiatischen Suppe fehlen dürfen:

  • Frische Kräuter wie Koriander, Minze oder Thai-Basilikum
  • Ein Schuss hausgemachtes Chili-Öl für die Schärfe
  • Knusprige Röstzwiebeln oder gerösteter Knoblauch
  • Ein perfekt weich gekochtes Ei (Ajitama-Ei für Ramen ist ein Muss!)
  • Fein geschnittene Frühlingszwiebeln
  • Streifen von Nori-Blättern
  • Frische Mungobohnensprossen für den Crunch
  • Ein Spritzer Limettensaft für die Frische

Häufig gestellte Fragen

Für eine authentische Ramen-Brühe ist Geduld entscheidend. Kochen Sie Knochen (Schwein/Huhn) mit geröstetem Gemüse (Zwiebel, Ingwer) und Aromaten wie Knoblauch und Frühlingszwiebeln für viele Stunden. Schäumen Sie regelmäßig ab und würzen Sie mit Sojasauce, Miso oder Dashi für Tiefe und Umami.

Die Wahl der Nudeln hängt von der Suppe ab. Für Ramen sind dicke Udon- oder elastische Ramen-Nudeln ideal. Pho verlangt nach Reisnudeln in verschiedenen Breiten. Soba-Nudeln aus Buchweizen passen gut zu japanischen Brühen. Achten Sie darauf, die Nudeln separat zu kochen, um verkochte Ergebnisse zu vermeiden.

Galgant und Ingwer ähneln sich optisch, unterscheiden sich aber geschmacklich. Ingwer ist scharf-pfeffrig mit leichter Süße, während Galgant ein schärferes, zitronigeres und blumigeres Aroma hat. Galgant ist essenziell für Tom Yum und Tom Kha und kann nicht 1:1 durch Ingwer ersetzt werden.

Spezielle asiatische Zutaten finden Sie am besten im Asiamarkt. Dort gibt es eine große Auswahl an frischen Kräutern, Gewürzen und Pasten. Größere Supermärkte bieten oft auch eine Basisauswahl. Achten Sie auf Frische, besonders bei empfindlichen Produkten wie Zitronengras oder Galgant.

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Autor Holger Betz
Holger Betz
Ich bin Holger Betz und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit Kulinarik. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Trends und Entwicklungen in der Gastronomie analysiert und dokumentiert. Mein Fokus liegt auf der Erforschung regionaler Küchen sowie der Verbindung von Tradition und Innovation in der Lebensmittelbranche. Ich strebe danach, komplexe gastronomische Themen verständlich zu machen und objektive Analysen zu liefern, die auf fundierten Recherchen basieren. Mein Ziel ist es, meinen Lesern stets aktuelle und verlässliche Informationen zu bieten, damit sie die vielfältigen Facetten der Kulinarik entdecken und genießen können.

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