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Brotpudding Rezept: Einfach, saftig & lecker aus altbackenem Brot

Holger Betz.

11. September 2025

Brotpudding Rezept: Einfach, saftig & lecker aus altbackenem Brot

Brotpudding ist mehr als nur ein Dessert; es ist ein kulinarisches Statement der Nachhaltigkeit und Gemütlichkeit. Aus altbackenem Brot zaubert man im Handumdrehen ein köstliches Gericht, das sowohl einfach als auch raffiniert sein kann. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie mit wenigen Handgriffen einen unwiderstehlichen Brotpudding zubereiten, der Ihre Gäste begeistern wird.

Brotpudding einfach selbst gemacht: Das süße Wunder aus altbackenem Brot

  • Brotpudding ist ein vielseitiges und nachhaltiges Dessert, das altbackenes Brot köstlich verwertet.
  • Für den perfekten Brotpudding eignen sich am besten helle, ein bis drei Tage alte Brotsorten.
  • Das Geheimnis liegt im richtigen Verhältnis von Brot zu Flüssigkeit und ausreichendem Einweichen, um ein matschiges oder trockenes Ergebnis zu vermeiden.
  • Das Grundrezept lässt sich leicht mit Früchten, Schokolade, Gewürzen oder als vegane Variante anpassen.
  • Klassische Begleiter sind Vanille-, Karamell- oder Schokoladensoße.
  • Brotpudding lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren und sogar einfrieren.

Brotpudding ist ein wahres Meisterwerk der Einfachheit und ein Paradebeispiel dafür, wie aus scheinbar einfachen Resten etwas Wunderbares entstehen kann. In Deutschland ist er unter verschiedenen Namen bekannt, wie etwa „Arme Ritter Auflauf“, „Semmelauflauf“ oder „süßer Brotauflauf“. Ursprünglich als „Zero Waste“-Gericht gedacht, hat er sich längst zu einem beliebten Komfort-Dessert gemausert, das uns mit seinem warmen, süßen Aroma an Omas Küche erinnert. Seine Beliebtheit ist ungebrochen, und das aus gutem Grund: Er ist unglaublich wandelbar und lässt sich perfekt an persönliche Vorlieben anpassen.

Ich erinnere mich noch gut, wie meine Großmutter oft einen Brotauflauf aus dem Brot vom Vortag machte. Damals war es für mich einfach ein leckeres Dessert, heute sehe ich darin auch die Genialität der damaligen Küchenpraxis nichts wurde verschwendet, alles wurde mit Liebe verarbeitet.

verschiedene Brotsorten für Brotpudding

Welches Brot macht Ihren Brotpudding perfekt?

Altbackenes Brot ist die absolute Geheimwaffe für einen gelungenen Brotpudding. Warum? Weil es die perfekte Konsistenz hat, um die Ei-Milch-Mischung aufzusaugen, ohne dabei zu zerfallen. Zu frisches Brot würde matschig werden, zu trockenes Brot nimmt die Flüssigkeit nicht mehr gut auf. Die ideale Wahl sind helle Brotsorten, die ein bis drei Tage alt sind. Denken Sie an klassisches Weißbrot, Toastbrot, aber auch an süßere Varianten wie Brioche, Hefezopf oder sogar Croissants. Wenn Sie doch einmal nur frisches Brot zur Hand haben, ist das kein Problem: Schneiden Sie es einfach in Würfel und lassen Sie es für etwa 10-15 Minuten bei niedriger Temperatur (ca. 100°C) im Ofen antrocknen. So erzielen Sie fast das gleiche Ergebnis.

  • Weißbrot
  • Toastbrot
  • Brioche
  • Hefezopf
  • Croissants

fertiger Brotpudding mit Vanillesoße

Das ultimative Grundrezept: So wird Brotpudding saftig und aromatisch

Hier ist mein bewährtes Grundrezept, das die Basis für unzählige Variationen bildet. Es ist einfach, gelingt immer und sorgt für einen wunderbar saftigen und aromatischen Brotpudding.

  • 500 g altbackenes Brot (z.B. Weißbrot, Toastbrot), in ca. 2-3 cm große Würfel geschnitten
  • 750 ml Milch
  • 150 g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
  • Optional: Eine Prise Zimt, geriebene Zitronenschale
  • Butter für die Form

  1. Brot vorbereiten: Die Brotwürfel in eine große Schüssel geben.
  2. Flüssigkeit anrühren: In einer separaten Schüssel Milch, Zucker, Eier und Vanilleextrakt (sowie optional Zimt und Zitronenschale) gut verquirlen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.
  3. Einweichen lassen: Die Ei-Milch-Mischung über die Brotwürfel gießen und alles gut vermischen. Lassen Sie das Ganze mindestens 20-30 Minuten, besser noch länger (bis zu einer Stunde), stehen, damit das Brot die Flüssigkeit vollständig aufsaugen kann. Zwischendurch immer wieder vorsichtig umrühren.
  4. Form vorbereiten: Eine Auflaufform (ca. 20x30 cm) gut mit Butter ausfetten.
  5. Masse einfüllen: Die eingeweichte Brotmischung gleichmäßig in die vorbereitete Auflaufform geben.
  6. Backen: Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Brotpudding für ca. 40-50 Minuten backen, bis er goldbraun und gestockt ist. Wenn die Oberfläche zu schnell bräunt, können Sie ihn locker mit Alufolie abdecken.
  7. Abkühlen lassen: Den Brotpudding vor dem Servieren einige Minuten abkühlen lassen.

Das richtige Verhältnis von Ei, Milch und Brot ist entscheidend für die Konsistenz. Als Faustregel gilt: Etwa 750 ml Flüssigkeit (Milch, Sahne, Eier) auf 500 g Brot sind ideal. Wenn Sie zu wenig Flüssigkeit verwenden, wird der Pudding trocken. Zu viel Flüssigkeit und zu wenig Brot führen zu einem matschigen Ergebnis. Das Brot sollte die Flüssigkeit vollständig aufgesogen haben, aber es sollte keine riesigen Mengen an überschüssiger Flüssigkeit am Boden der Schüssel zurückbleiben. Wenn Sie unsicher sind, probieren Sie es beim ersten Mal aus und passen Sie die Mengen beim nächsten Mal leicht an.

Brotpudding Variationen mit Früchten und Schokolade

Kreativität ohne Grenzen: Heben Sie Ihren Brotpudding auf ein neues Level

Das Schöne am Brotpudding ist seine unglaubliche Vielseitigkeit. Sie können ihn ganz nach Ihrem Geschmack verfeinern. Für fruchtige Varianten eignen sich Äpfel, Birnen oder Kirschen hervorragend. Schneiden Sie das Obst in kleine Würfel und mischen Sie es entweder direkt unter die Brotmasse oder schichten Sie es in die Form. Auch Rosinen, die Sie vorher kurz in Rum oder Apfelsaft eingeweicht haben, sind ein Klassiker. Beeren, frisch oder gefroren, geben eine wunderbare Säure und Farbe. Pflaumen, entsteint und halbiert, sind besonders im Herbst eine köstliche Ergänzung.

Für alle Schokoladenliebhaber unter Ihnen: Verwandeln Sie Ihren Brotpudding in ein dekadentes Dessert, indem Sie etwa 50-70 g Kakaopulver mit dem Zucker und den Eiern vermischen. Zusätzlich können Sie grob gehackte Schokolade oder Schokodrops unter die Brotmasse heben. Das Ergebnis ist ein herrlich schokoladiger Genuss, der süchtig macht.

Auch saisonale Gewürze verleihen dem Brotpudding eine besondere Note. Denken Sie an Zimt und Muskatnuss für herbstliche Kreationen, vielleicht mit geriebenen Äpfeln. In der Weihnachtszeit passen Orangenschale, Kardamom oder sogar zerbröselter Spekulatius perfekt. Diese Gewürze harmonieren wunderbar mit dem Grundgeschmack des Brotpuddings und machen ihn zu einem festlichen Highlight.

Wer es pflanzlich mag, kann den Brotpudding ganz einfach vegan zubereiten. Ersetzen Sie die Kuhmilch durch pflanzliche Alternativen wie Hafer-, Mandel- oder Sojamilch. Anstelle von Eiern können Sie ein „Leinsamen-Ei“ (1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser verrühren und quellen lassen) oder Apfelmus als Bindemittel verwenden. Auch vegane Butter oder Margarine eignet sich hervorragend zum Ausfetten der Form.

Die Krönung des Genusses: Soßen, die Ihren Brotpudding perfekt ergänzen

Ein guter Brotpudding verdient eine ebenso gute Soße. Die klassische Vanillesoße ist hierfür unschlagbar. Für eine schnelle Variante einfach 500 ml Milch erhitzen, mit 2 EL Speisestärke, 50 g Zucker und dem Mark einer Vanilleschote andicken. Oder Sie machen eine klassische Eigelb-basierte Vanillesoße: 3 Eigelb mit 50 g Zucker schaumig schlagen, 250 ml heiße Milch unter ständigem Rühren langsam zugießen und die Mischung bei milder Hitze eindicken lassen, ohne zu kochen. Mit einem Schuss Rum abrunden ein Traum!

Für etwas mehr Intensität eignen sich reichhaltigere Soßen wie eine selbstgemachte Karamellsoße. Dafür Zucker in einem Topf schmelzen lassen, bis er bernsteinfarben ist, dann vorsichtig Sahne und Butter unterrühren. Oder wie wäre es mit einer einfachen Schokoladensoße? Schokolade schmelzen und mit etwas Sahne oder Milch zu einer glatten Soße verrühren. Diese Soßen verleihen dem Brotpudding eine zusätzliche Dimension des Genusses.

Wenn Sie es lieber leichter mögen, sind Fruchtspiegel eine wunderbare Alternative. Pürieren Sie frische oder aufgetaute Früchte mit etwas Zucker und Zitronensaft zu einem feinen Mus. Auch ein einfacher Joghurt-Dip, verfeinert mit etwas Honig oder Vanille, passt hervorragend und sorgt für eine erfrischende Komponente.

Häufige Fehler vermeiden: Tipps für den perfekten Brotpudding

Ein matschiger Brotpudding ist wohl einer der häufigsten Fehler. Die Ursache liegt meist im falschen Verhältnis von Brot zu Flüssigkeit oder darin, dass das Brot nicht lange genug eingeweicht wurde. Stellen Sie sicher, dass das Brot die Flüssigkeit wirklich vollständig aufgesogen hat und keine großen Mengen an flüssiger Masse am Boden der Schüssel zurückbleiben. Wenn Sie unsicher sind, geben Sie lieber etwas weniger Flüssigkeit hinzu und fügen Sie bei Bedarf nach. Das Brot sollte weich sein, aber nicht zerfallen.

Um zu verhindern, dass die Oberfläche des Brotpuddings verbrennt, während das Innere noch nicht ganz gar ist, gibt es einen einfachen Trick: Decken Sie die Auflaufform in den letzten 15-20 Minuten der Backzeit locker mit Alufolie ab. So wird die Hitze gleichmäßiger verteilt und die Oberseite erhält eine schöne, goldbraune Farbe, ohne zu dunkel zu werden. Achten Sie auch auf die richtige Ofentemperatur; 180°C sind meist ideal.

Wenn Ihr Brotpudding doch einmal zu trocken geworden ist, liegt das wahrscheinlich daran, dass Sie zu wenig Flüssigkeit verwendet haben oder das Brot zu lange gebacken wurde. Für die Zukunft: Messen Sie die Flüssigkeitsmenge genau ab und behalten Sie den Pudding im Auge. Wenn er bereits zu trocken ist, können Sie versuchen, ihn nach dem Backen noch mit etwas warmer Milch oder Sahne zu beträufeln und kurz ziehen zu lassen. Das rettet ihn aber nicht immer vollständig.

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Aufbewahrung und Wiederverwertung: Genuss für mehrere Tage

Brotpudding lässt sich hervorragend aufbewahren. Lassen Sie ihn nach dem Backen vollständig abkühlen. Decken Sie die Auflaufform gut mit Frischhaltefolie oder einem Deckel ab und stellen Sie ihn in den Kühlschrank. Dort hält er sich problemlos für bis zu drei Tage frisch. Zum Aufwärmen können Sie ihn entweder kurz im Ofen bei etwa 150°C erwärmen oder in der Mikrowelle. Im Ofen wird er oft wieder etwas knuspriger.

Auch das Einfrieren von Brotpudding ist eine tolle Option, um Reste zu verwerten oder für spontanen Genuss vorzusorgen. Lassen Sie den Pudding vollständig abkühlen, bevor Sie ihn einfrieren. Sie können ihn entweder als Ganzes in einem gefriergeeigneten Behälter einfrieren oder ihn in einzelne Portionen schneiden und diese separat in Frischhaltefolie wickeln und dann in einem Gefrierbeutel verstauen. Zum Auftauen lassen Sie ihn am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und erwärmen ihn dann wie oben beschrieben. Kleinere Portionen können auch direkt aus dem Gefrierschrank in der Mikrowelle aufgetaut und erwärmt werden.

Häufig gestellte Fragen

Am besten sind ein bis drei Tage alte helle Brotsorten wie Weißbrot, Toast, Brioche oder Hefezopf. Sie nehmen die Flüssigkeit gut auf, ohne matschig zu werden.

Achten Sie auf das richtige Verhältnis von Brot zu Flüssigkeit und lassen Sie das Brot lange genug einweichen. Es sollte die Flüssigkeit gut aufsaugen, aber keine große Menge überschüssiger Flüssigkeit zurückbleiben.

Ja, ersetzen Sie Kuhmilch durch pflanzliche Alternativen wie Hafer- oder Mandelmilch und verwenden Sie Apfelmus oder Leinsamen-Ei als Bindemittel.

Gut abgedeckt im Kühlschrank hält sich Brotpudding bis zu 3 Tage. Er kann im Ofen oder in der Mikrowelle wieder aufgewärmt werden.

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Autor Holger Betz
Holger Betz
Ich bin Holger Betz und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit Kulinarik. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Trends und Entwicklungen in der Gastronomie analysiert und dokumentiert. Mein Fokus liegt auf der Erforschung regionaler Küchen sowie der Verbindung von Tradition und Innovation in der Lebensmittelbranche. Ich strebe danach, komplexe gastronomische Themen verständlich zu machen und objektive Analysen zu liefern, die auf fundierten Recherchen basieren. Mein Ziel ist es, meinen Lesern stets aktuelle und verlässliche Informationen zu bieten, damit sie die vielfältigen Facetten der Kulinarik entdecken und genießen können.

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